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Donnerstag, 23. Juni 2016

Spielabend 22. Juni - Wir machen BAM! auf der Insel Skye

So könnte es immer sein. Das fände ich schön. Leider sind Spielabende bei angenehmen Temperaturen und natürlichem Licht im Garten eine seltene Sache. Gestern war aber mal wieder eine dieser raren Gelegenheiten, die musste natürlich genutzt werden. Und Gästinnen hatten wir sogar auch noch. Sooo schön. Vielleicht klappt es am nächsten Dienstag ja auch wieder. Die Chance geben wir auf jeden Fall und wer dabei sein möchte, der kann sich hier anmelden und uns schon mal eine erste Freude bereiten:



Gestern Abend waren wir zu fünft. Karin war mal wieder da zusammen mit Vreni und ihrer Tochter Rahel. Die drei hatten einen Ausflug hinter sich und als krönenden Abschluss kamen sie anschliessend zu uns - ordentlich rot von der Sonne. <Prahlmodus ein> Zuerst mal wurde dann unser neue Pool bewundert. <Prahlmodus aus> und dann ging es ans Spielen.

Auf Facebook hatte ich gelesen, dass die Mädels ein paar Tage vorher Busen-Memory gespielt hatten. Doch ja, das gibt es wirklich. Das klassische Memory mit lauter schönen Bildern von weiblichen Brüsten. Hab ich gehört, gespielt hab ich das noch nie :-) Mein Interesse war jedoch geweckt und brachte den Vorschlag mal eine Live-Partie zu spielen. Wenn ich schon mal mit vier Frauen spiele, dann will die Gelegenheit genutzt sein. Wir haben das aber dann doch verworfen, denn das mit dem Mischen wäre wohl schwierig geworden.

Stattdessen haben wir Isle of Skye gespielt. Das könnte dieses Jahr zum Kennerspiel des Jahres ernannt werden, denn es ist eins von drei nominierten Spielen. Die anderen beiden sind Pandemic Legency und T.I.M.E. Stories. Mein Favorit ist ja eindeutig Pandemie, was habe ich dieses Spiel genossen. Und jetzt, da ich Isle of Skye kenne, da frag ich mich, was dieses Spiel auf der KENNERSPIEL-Liste macht. Das ist ja so easy, das ginge locker auch beim normalen Spiel des Jahres. 

Die Regeln sind kurz und einfach. Wenn man Bilder sieht, dann denkt man zuerst mal an Carcassonne, wegen der Plättchen auf denen eine Landschaft entsteht. Hier baut aber jeder Spieler für sich sein eigenes Gebiet und das wird nicht allzu gross, denn bei fünf Spielern gibt es auch nur fünf Runden. Ist aber auch gut, denn für viel mehr wäre gar kein Platz auf dem Tisch. Am Anfang jeder Runde zieht jeder Spieler drei Plättchen aus dem Sack und hinter einem Sichtschirm macht er die Preise für diese Kärtchen. Eins wird verschrottet, kommt also auf jeden Fall zurück in den Sack. An die anderen beiden lege ich Geld an. Dann kommen die Sichtschirme weg und dann kann reihum jeder Spieler bei einem anderen Spieler EIN Plättchen zum festgelegten Preis kaufen. Plättchen, die keiner kauft muss/darf man selber nehmen, dann ist das Geld aber auch futsch. Die Plättchen legt man dann an seine Landschaft an. Wozu das ganze? Natürlich wie immer für schönde Siegpunkte. Schön ist, dass es viele Arten gibt, für was es Siegpunkte gibt und in jedem Spiel nur vier davon gelten. Das bringt ein bisschen Abwechslung, ändert das Spiel aber nicht wahnsinnig. 

Der Mechanismus funktioniert, das Spiel gefällt. Umgehauen hat es mich jetzt aber auch nicht gerade. Ein nettes Spiel, gerne mal wieder. Wenn nicht, dann halt nicht. Gewonnen hat der lkW, mit einem Start/Ziel-Sieg um schamhaaresbreite vor Rahel. Und Esther kam auch noch gefährlich nah mit einem riesigen Vermögen. Für je 5 Geld bekommt man nämlich einen Siegpunkt am Ende. Pah! Peanuts... Aber Esther hatte so viel Geld, dass das ein grosser Sack voll Peanuts wurde. Die Preise sind nämlich recht inflationär. In Runde 1 kriegt man Plättchen für 1 oder 2 Geld. In Runde 5 kostete ein Plättchen mal eben 18 Geld und es wurde trotzdem gekauft.

Als Absacker brachte ich dann BAM! Extrahart auf den Tisch. Ein Partyspiel, hier in der versauten Version ab 18 Jahren. Ein Spieler ist dran und liest eine Karte vor. Da heisst es z.B. "Seit ich ein Facebook-Profil mit BAM! habe, bekomme ich Anfragen, ob ich nicht mal Lust auf BAM! hätte." Für jedes BAM! gibt nun jeder Spieler eine seiner 10 Karten ab. Dann wird gemischt, der Spieler am Zug liest vor, was für Vorschläge kamen und wählt dann seinen Favoriten (1 Pluspunkt) und dien schlechtesten Vorschlag (1 Minuspunkt). Da kommen dann solche Sachen raus wie: "Seit ich ein Facebook-Profil mit Opas Stahlhelm habe, bekomme ich Anfragen, ob ich nicht mal Lust auf Abenteuerurlaub in Syrien hätte." Uuuuuh, politisch very unkorrekt. Es gibt aber auch ganz viele schwer versaute und versexte Begriffe. Ist halt die extraharte Version. 
 
Ernst nehmen muss man das nicht und hat hier auch niemand. Dafür hatten wir Spass. Gewinnen ist hier nicht so wichtig aber ich verkünde natürlich trotzdem gerne den Sieg von Rahel. Das Spiel gab es früher schon unter dem Namen "Wie ich die Welt sehe". Wer hat's erfunden? Ein Schweizer natürlich. In der Anleitung von BAM! hab ich keinerlei Hinweis gefunden. Das wäre aber wirklich sehr frech geklaut, wenn das ohne Absprache  gemacht worden wäre. Nun gut, ist ja nicht mein Problem.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Spielabend 14. Juni – Müll+Money

So, jetzt ist es passiert. Eigentlich sind sogar zwei Sachen passiert. Eine schön und eine blöd. Schön ist, dass diese Blogseite die Grenze von 3000 Zugriffen überschritten hat. UUuuuuuh, Wahnsinn. Pro Tag? Nein, nicht ganz. Sondern seit dem ersten Post vom Dezember 2014. Mich freut es trotzdem. Ein Beweis, dass ich hier nicht ganz für mich allein schreibe. Wenn es nach Feedback und Kommentaren ginge würde ich mit ganz, ganz kleinen Zugriffszahlen rechnen. Und dann lesen ja einige/viele die Kopie des Beitrags auf Facebook. 

Und was ist das Blöde? Das Blöde ist, dass ich vom Arbeitsrechner nicht mehr auf meinen Blog zugreifen kann, auf Facebook sowieso nicht. Das ging bisher aber dank einem neuen Administrator nun nicht mehr. Bööööh. Dieser Blog ist nämlich ein Mittagspausen-Blog. Ich hab immer gesagt, ich stell den Blog ein, wenn ich das nicht mittags machen kann denn ich will nicht einen Abend dafür opfern. Tja, dann wär jetzt eine gute Gelegenheit zum aufhören… Aber wenn ich an die 3000 Zugriffe denke… Ok, ich kann ja meine geistigen Ergüsse per Mail an mich schicken und das daheim dann in die Blogseite kopieren. Also gut, die Gelegenheit wieder verpasst.

Können wir dann endlich mal zum Core-Business zurückkehren? Können wir. Also zumindestens ich kann das. Und somit schreibe ich jetzt vom gestrigen Spielabend. Wir hatten einen Gast olè-olè. Richi war endlich mal wieder da. Er hat sich in die Höhle des Löwen getraut bzw. in die Wohnung der zwei Katzen. Wenn man Katzenallergie hat, dann ist das schon mutig. Wir sind vorher extra nochmal mit dem Staubsauger durchs Spielzimmer gewirbelt. Vielleicht hat es geholfen, vielleicht war es auch die Heuschnupfen-Tablette, die prophylaktisch genommen wurde. Jedenfalls hat Richi den Abend gut überstanden.
 
Gespielt haben wir Müll+Money. Ein Spiel von HiG aus dem Jahre 2001. Es geht – natürlich – wieder um Siegpunkte. Die Punkte gibt es für das Wachstum unserer Fabrik, für Fortschritte in drei Bereichen und für Geld. Punktabzug gibt es für Schulden. Wir kaufen Rohstoffe ein, produzieren irgendwas. Das irgendwas haben wir auch sofort schon verkauft, denn wir kriegen direkt Geld für was auch immer wir produziert haben. Etwas haben wir aber auf jeden Fall produziert, nämlich Müll. Am Ende der Runde müssen dann auch noch die lästigen Arbeiter bezahlt werden.

Eine Spielrunde läuft immer so ab: Es gibt (bei drei Spielern) vier „Stapel“ à drei Karten. Reihum nimmt jeder einen davon und dann werden die Aktionen der Karten abgespielt. Da gibt es Karten für Technologiefortschritt, damit kann man sich verbessern, so dass man weniger Personal braucht oder weniger Rohstoffe oder dass man weniger Müll beim Produzieren produziert. Das kostet leider auch Geld. Man kann Rohstoffe versteigern, produzieren, die Firma wachsen lassen, Personal reduzieren, Müll beseitigen. Müll ist hier eine recht lästige Sache. Ein paarmal produziert und schon ist man im gelben oder roten Bereich. Wenn dann die Störfall-Karte aufgedeckt wird am Anfang der Runde, dann kostet das – ausser man hat in weiser Voraussicht eine Bestechungskarte auf der Hand. 

Unsere erste Partie war nach vier oder fünf Runden schon zu Ende. Hä? Das geht aber schnell?! Esther hatte beim Wachstum der Firma Vollgas gegeben. Gewonnen hat sie aber nicht sondern wurde sogar Letzte, wenn auch knapp. Richi hatte 32 Punkte, ich 31 und Esther 30. Wir haben gemerkt, dass Wachstumspunkte zwar was schönes sind aber man mit Technologie deutlich mehr Punkte macht.

Also auf zur zweiten Partie. Die ging dann deutlich länger. Jetzt wussten wir ja, wie der Hase läuft. Diesmal hatte ich am Ende die Nase vorn. Mit deutlich mehr Punkten aber auch wieder ganz knapp vor den anderen. 

Es steckt mehr drin, in dem Spiel als man denkt. Die Regeln sind übersichtlich. Die Karten hätten informativer gemacht werden können aber nachdem es ja nicht so viele unterschiedliche gibt hat man das auch bald verinnerlicht. Gefallen hat es uns auf jeden Fall. Es gibt die verschiedensten Ansätze, wie man zum Erfolg kommen kann. Kein richtiges Schwergewicht von Spiel aber locker zu spielen trotz einem gewissen Anspruch. Jetzt kann ich das dann auch auf Yucata.de spielen (bisher war ich zu faul die Regeln zu lesen.

Nächste Woche spielen wir dann wieder am Mittwoch. Immer schön flexibel bleiben, gell!

 

Samstag, 11. Juni 2016

Spielabend 8. Juni - Viticulture

Da isser ja endlich. Endlich der Bericht vom Spielabend. Hat euch der böse Walter zappeln lassen?! Tststs. Ok, die Beschwerden waren jetzt nicht soooo zahlreich. Dafür hab ich als kleine Entschädigung einen Bonus für euch. Weiter unten mehr dazu.

Dann einfach mal los. Wir haben am Mittwoch Viticulture gespielt. Wir = der lkW, Esther, Jürg und der Überraschungsgast Daniel. Daniel ist der Sohn von Jürg und das erste Mal bei uns. Jürg übrigens auch. Mit Jürg hatte ich am Spielweekend schon mal ein Viticulture gespielt. Davon hab ich ja schon berichtet. Am Mittwoch konnten wir dem Wunsch nach einer Wiederholung nachkommen.

Bei Viticulture geht es wie fast immer um schnöde Siegpunkte. Um zu solchen zu kommen bedient sich das Spiel der altbekannten Mechanik des Workerplacements. Bei Workerplacement toben in mir zwei Gefühle. Einerseits ist es eigentlich meine Lieblingsmechanik, andernseits wurde es inzwischen so häufig eingesetzt, dass ich es fast nicht mehr sehen kann. Wenn es aber gut gemacht ist (wie z.B. bei Russian Railroads), dann gerne immer wieder.

Bei Viticulture geht es um Wein. Und zwar nicht nur als aufgesetztes Thema sondern es wird richtig gut umgesetzt. Deshalb sind die Aktionsmöglichkeiten unserer Arbeiter Reben besorgen, Reben anpflanzen, das ganze dann ernten und daraus Wein machen und schliesslich den Wein (rot, weiss, Rosè oder Sekt) verkaufen. Drumherum noch ein paar andere Möglichkeiten. Wir können weitere Arbeiter anstellen (=mehr Aktionen), Bauwerke erstellen (Verbesserungen und neue Möglichkeiten), Karten ziehen oder ausspielen, Geld nehmen usw. Der erfahrene Profispieler wird sich hier vielleicht - und zu Recht - fragen, wo die Innovation ist. Und ich würde ihm antworten: nirgends. Viticulture sieht gut aus, es hat ein schönes Thema, es spielt sich gut aber es hat auch seine Nachteile. So sind die Karten nicht unbedingt sehr ausgewogen. Und mir fehlt ein neue Idee. Macht aber nix, mir jedenfalls nicht. Ich spiel es gern und es gefällt mir.

Für den Sieg benötigt man mindestens 20 Siegpunkte. Am Anfang kommt man kaum vom Fleck und dann geht es plötzlich sehr schnell. Am Mittwoch ging es auf jeden Fall bei mir sehr schnell. Gewonnen mit grossem Vorsprung. Es ist natürlich schon ein Vorteil, wenn man das Spiel schon mal gespielt hat. Ausserdem hatte ich auch gleich in der ersten Runde zwei super Karten. Erfahrung und Glück, das war nicht zu schlagen. Diesmal dauerte es auch nicht so lang. Ich würde es nicht mehr mit mehr als vier Spielern spielen und es hilft, wenn keine Grübler dabei sind. Esther und Daniel hat es auch gefallen, auch wenn man die erste Partie eher mal zum Kennenlernen braucht.

Damit komme ich nun zum oben erwähnten Bonus. Ich bericht nämlich zusätzlich noch vom Spielabend am Donnerstag in Roggwil. Ist das nicht der Hammer? Jahaa, ich hab heut meinen grosszügigen Tag. Und auch dort haben wir wieder ein Viticulture gespielt (nach einer Runde Buttons). Diesmal waren wir nur zu dritt und auch so spielt es sich gut und noch schneller. Daniela war bei der Partie am Spielweekend auch mit von der Partie und kannte es somit schon. Karin kannte es noch nicht und hatte somit keine Chance. Das hätte ich ihr vielleicht sagen sollen. Hab ich aber vergessen. Und weil sie es nicht wusste, hat sie dann gewonnen. Punktgleich mit mir mit ein paar mehr Lire in der Tasche. Das war ein spannendes Finish.

Nächste Woche spielen wir wieder am guten alten Dienstag. Zuerst müsst ihr mit mir Vorlieb nehmen, Esther stösst dann im Laufe des Abends dazu. Hier der Link für die

Mittwoch, 1. Juni 2016

Spielabend 31. Mai – Goa

Nach langer Zeit wird das mal wieder ein Beifahrer-Post. Nachdem ich die nächsten Tage wieder auf einer Aussenstation arbeite und somit mittags nicht zum Tippen komme, schreibe ich eben auf der Fahrt während der Kollege fährt. Ich will euch ja schliesslich nicht bis Freitag warten lassen. Zum Glück ist Autobahn angesagt und nicht Passstrasse…

Zum Thema. Es haben sich doch tatsächlich mal wieder Gäste zu uns verirrt. Beat und Bettina waren da und da kann man dann schon was Ordentliches spielen. Wobei… ganz sicher bin ich nicht. Das letzte Mal haben wir am Spielweekend zusammen gespielt und zwar Viticulture. Damit hab ich ihre Gehirnwindungen zum Rotieren gebracht. Allerdings waren die Bedingungen nicht gerade ideal. Wir waren zu fünft, es war spät und es war laut, sehr laut. 
Ich hab also überlegt, dass wir gestern nochmals Viticulture spielen. Nur zu viert und in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre. Denn ich finde das Spiel klasse. Aber jetzt genug von Viticulture, denn wir haben es nicht gespielt. Stattdessen hab ich mich für Goa entschieden. Ein Spiel von Hans-im-Glück aus dem Jahre 2004, das letztes (oder schon wieder vorletztes?) Jahr nochmals aufgelegt wurde.

Zu Goa gibt’s noch eine schöne Geschichte. Schön? Naja… Angeschafft hab es mir jedenfalls kurz bevor oder nachdem ich in die schöne Schweiz gezogen bin. Zu irgendeinem Anlass habe ich jedenfalls einen Gutschein über 50 Franken für einen Spielwarenladen geschenkt bekommen. Jedenfalls wollte ich mir dafür das tolle Spiel Goa kaufen. Hatten sie natürlich nicht, klar. Können sie aber besorgen. Haben sie auch gemacht. Als ich dann in den Laden ging um es abzuholen hab ich schon überlegt, was ich mit dem restlichen Geld noch kaufen könnte. Restliches Geld? Pustekuchen! 70 – in Worten SIEBZIG, und nochmal fett und unterstrichen SIIIIIIEEEEEBZIG harte Schweizer Franken hat es gekostet. Mir ist da dezent der Kinnladen auf den Tresen runtergekippt, als die mir das gesagt hat. Die Story musste ich damals dann gleich Rüdiger Dorn, dem Autor des Spiels, erzählen. Ich hab ihn damals ab und zu im Ali-Baba-Spielclub in Nürnberg getroffen. Er meinte dann ganz trocken, dass ich es bei ihm für 20€ gekriegt hätte….



Das also zur Vorgeschichte von Goa. Nun noch eine Kurzbeschreibung, worum es geht und wie. Worum es geht ist langweilig. Siegpunkte. Gähn. Je länger desto weniger interessieren mich Spiele, bei denen es um Siegpunkte geht. Ich will was schaffen, Aufgaben bewältigen, Endgegner demütigen. Aber Goa ist trotzdem gut, Goa ist sogar klasse. Von den Regeln her auch gar nicht mal schwer. Wie geht es denn? Bei Goa spielen wir 8 Runden bzw 2 mal 4 Runden. Zu Beginn werden auf dem Spielplan 5x5 Plättchen ausgelegt. Da gibt es Plantagenplättchen, Plättchen, die einem sofort, Schiffe, Kolonisten oder sonstige schöne Dinge bringen, es gibt Plättchen für dauerhafte Einkünfte und noch andere. Reihum darf jeder ein Plättchen aussuchen, das er/sie versteigern möchte. Wobei aussuchen fast etwas übertrieben ist. Man/Frau darf nämlich immer nur aus den Plättchen aussuchen, die benachbart zu dem Plättchen liegen, das der Vordermann gewählt hat. Anschliessend werden diese Plättchen versteigert. Danach folgen dann drei Aktionsrunden. Man kann sich Schiffe holen, ernten, Geld besorgen, Expeditionskarten nehmen, Kolonien gründen oder sich in einem dieser Bereiche verbessern. Man kann so viel, man will so viel, man kann nur lächerliche drei Aktionen machen. Ausser man hat noch Zusatzaktionen, die auch sehr begehrt sind. Nach vier Runden kommen die restlichen Plättchen vom Spielplan und es werden 25 neue gelegt und es geht wie gehabt weiter.

Die Regeln sind überschaubar. Und doch raucht der Kopf, wie man seine Aktionen macht. Der Glücksanteil ist vorhanden aber nicht allzu stark gewichtet. Bei Beat lief es nicht so gut, bei Bettina schon. Allerdings kann man während des Spiels schlecht abschätzen, wieviel Punkte die Mitspieler so haben. Zwar könnte man fast alles nachrechnen aber das ist zu aufwändig. Also waren wir dann nach der achten Runde recht gespannt, wie es ausgegangen ist. Na und hoppla, da hab ich dann doch glatt noch gewonnen. Mit einem Pünktchen Vorsprung auf Bettina. Weil ich in der letzten Runde nichts produktives mehr machen konnte nahm ich einfach Geld. Der mit dem meisten Geld kriegt drei Siegpunkte. In meinem Fall waren das die drei Punkte zum Sieg. Alle waren begeistert von dem Spiel und wollen es wieder mal spielen. Das lässt sich doch machen. 

Die nächste Gelegenheit dazu wäre schon in der kommenden Woche. Ob Goa oder was anderes, es wird sicher wieder gut. Also meldet euch an, wir freuen uns:



Mittwoch, 25. Mai 2016

Spielabend 24. Mai - Eine Familie in der Steinzeit

Kinder machen nicht nur Unordnung, Lärm und Arbeit. Nein, manchmal sind sie sogar richtig nützlich. Zum Beispiel wenn sich niemand zum Spielabend anmeldet. Dann kann man sie gut als Sparingspartner verwenden. Gestern war es mal wieder soweit. Anmeldungen 0. Ja ist denn schon Sommer? Schade auch. Nu denn, dann können wir in unserer unendlichen Grosszügigkeit den Kindern ja anbieten, einen vorgezogenen Start in den Spielabend zu machen, mit ihnen. Das Töchterlein interessiert es mal wieder wenig, es war wohl gerade nicht der eine Tag im Monat an dem sie Lust auf Brettspiele hat. Der Sohnemann war jedoch voll begeistert dabei. Dafür durfte er dann auch das Spiel auswählen. Seine Wahl fiel auf Stone Age.

Jawohl, Stone Age, und zwar nicht in der neuen Junior-Variante sondern in der knallharten Version für ganze Kerle. Ja ok, sooo kompliziert ist das Spiel ja wirklich nicht. Ich spiel es aber gerne immer wieder. Bevor ich etwas darüber schreibe, wie das Spiel so funktioniert, mach ich auf faul und verweise mal wieder auf andere, die das schon vor mir gemacht haben z.B. auf Rezensionen für Millionen. Und wie lief es nun bei uns? Normalerweise setz ich immer voll auf schnelle Vergrösserung meines Stammes (rammel-rammel), gestern hat aber Marco diese Aufgabe übernommen (he! Ist der nicht noch ein bisschen zu jung dafür?) Ich hab gestern erst mal dafür gesorgt, dass immer genug Essen im Kühlschrank ist. Jaaa, die Prioritäten verlagern sich im Alter. Jedenfalls war Marco dann ständig am Essen beschaffen und kam nicht so recht vom Fleck. Esther war recht ausgewogen und hatte reichlich Hütten und Karten und ich hab mit einem engen Ausgang der Partie gerechnet. Ich hatte dann aber doch einen rechten Vorsprung.

Als die Kinderlein dann in ihrem Heia-Bettchen waren haben Esther und ich noch Hau-Ruck! gespielt, eins der Spiele aus der Kosmos 2-Spieler-Reihe. Das ist nichts kompliziertes und ist auch ganz schnell gespielt. Ein Seilziehen zweier Schottenclans. Zuerst muss man möglichst schnell Karten sortieren, danach diese Karten dann so ausspielen, dass man bei einer Wertung das stärkere Team hat und schon zieht man den Gegner wieder ein Stück näher an die Linie. Ich hab 3 zu 1 gewonnen. 

Danach haben wir das Spiel wieder weggeräumt und noch ein kooperatives Zweierspiel gemacht von dem ich grad vergessen habe, wie es heisst...

Nachdem wir nicht nachtragend sind, würden wir euch auch nächste Woche die Chance geben beim Spielabend dabei zu sein. Hier der Link zur Anmeldung:

Dienstag, 17. Mai 2016

Pfingsten mit Sportlern

Seit vielen, vielen Jahren schon geht unsere Sportgruppe schon über Pfingsten in ein schönes Pfadiheim nahe dem Thunersee. Das ist jedes Jahr wieder ein toller Anlass und es herrscht immer eine super Stimmung. Nein, ich schreibe gerade nicht im falschen Blog. Ich schreibe nur drüber, weil wir dieses Jahr leider etwas Wetterpech hatten. Freitag und Samstag hat es rund um die Uhr geregnet. Ab Sonntag war es dann besser und dann waren wir auch draussen und haben Volleyball und anderes gespielt.

Aber eben - Freitag und Samstag waren wir im Haus. Und irgendwie muss man sich ja die Zeit vertreiben. Kein Fernseher und den ganzen Tag saufen geht ja auch nicht. Also hat der lkW in weiser Voraussicht eine Kiste voll Spiele mitgenommen. Die Sportskollegen sind nicht grundsätzlich Spielemuffel. Sie spielen schon - wenn es Jass ist. Diesmal schaute die Sache dann aber schon anders aus. Wir haben tatsächlich einige Sachen gespielt. Und das ist der Grund, warum ich hier einen Post dazu mache.

Am Freitag war mit allgemeiner Ankunft und Begrüssung und Essen und häuslich einrichten nicht mehr viel Zeit übrig aber zwei Runden Qwinto gingen noch. Qwinto geht immer. Das spiel ich momentan total gern. Samstag schaute es dann besser aus mit der Zeit. Nach dem Mittagessen ging es los mit dem guten alten Zug um Zug. Das hab ich mit dem Sohnemann und zwei anderen Jungs gespielt. Aktive Spieler-Nachwuchsförderung.

Später haben wir dann zu siebt LINQ gespielt. Ich hab mich auf die Rolle der Verwalters beschränkt. Es ist einfach übersichtlicher, wenn die Begriffe an eine Tafel geschrieben werden.

Vormittags haben wir beim Einkaufen noch schnell ein Dog Cards mitgenommen. Das musste gleich mal ausprobiert werden. Mein erster Eindruck: naja, ganz nett. Ein richtes Dog ist mir da viel lieber. Das Kartenspiel spielt sich einfach so runter. Irgendwas geht immer und ein Team siegt dann halt knapp vor dem anderen. Aber wie gesagt, das ist jetzt nur ein Ersteindruck.

Dann gab es noch ein Mystery Rummy 4 - Al Capone. Ein Spiel, das momentan bei uns recht oft auf den Tisch kommt. Eigentlich ist es ja nichts sooo besonderes aber es spielt sich flott und bisher hat es jedem gefallen, mit dem wir es gespielt haben.

So mittenrein hab ich mit Esther ein Mr. Jack Pocket gespielt. Sie war der Ermittler, ich war Mr. Jack und ich war der Gewinner. Eine Rückrunde war uns leider verwehrt, weil es wieder irgendwas zu machen gab. Ich finde dieses Spiel aber wirklich interessant.

Inzwischen war es dann schon später Abend. Die richtige Zeit für eine harte Erwachsenen-Runde Krazy Wordz (in der Hardcore-Lila-Variante). Und wie immer war es lustig. Worum geht's? Jeder zieht neun verdeckte Buchstaben (3 Vokale, 6 Konsonanten) und eine Karte mit einer Aufgabe. Dann gilt es aus den verfügbaren Buchstaben ein Fantasiewort zu bilden von dem jeder trotzdem sofort erkennt, dass es zu genau dieser Aufgabe gehört. Die Aufgabe kann z.B. lauten "Anderes Wort für Grosser Busen". Wenn man die richtigen Buchstaben hat, dann ist es einfach. "ZIZN". Alles klar, oder? ;-) Nachdem jeder sein Wort gebildet hat, werden die Aufgabenkarten eingesammelt. Es kommt noch eine zufällige Karte dazu, dann wird gemischt und aufgedeckt. Nun probiert jeder die Wörter der Mitspieler der richtigen Aufgabe zuzuordnen. Für jede richtige Zuordnung kriegen der Autor des Wortes und der Mitspieler Punkte. Ich will also, dass mein Wort erkannt wird. Aber eben, wenn man nur blöde Buchstaben zieht, dann muss man improvisieren. Anderes Wort für Scheidenkrampf? YOOL. Ich fand das passend... Und dann diese Bilder dazu im Kopf ;-)

Diese Woche ist schon wieder viel los aber nächste Woche könnten wir doch mal wieder einen Spielabend machen, oder? Wenn ihr das auch so eine gute Idee findet wie wir, dann meldet euch doch an: Doodle Anmeldung zum Spielabend Dienstag 24. Mai

Montag, 9. Mai 2016

und ich schreib trotzdem!

Mein letzter Post war vom 23. April. Nur ein paar Zeilen mit einer Einladung zum Spielabend vom 27. April. Das ist jetzt doch schon wieder ein paar Tage her. Gäste hatten wir am 27. dann leider keine und so haben Esther und ich eben alleine Finca gespielt. Ein älteres Spiel von Hans-im-Glück. Anschliessend hatte ich keine Lust etwas zu schreiben. Einerseits war die Zeit knapp und andernseits hab ich das Gefühl, dass das hier eh niemand liest. Da wollte ich doch mal schauen, ob es irgendwelche Reaktionen gibt, wenn ich nichts mehr schreibe. Und siehe da - es gibt keine. 

Es muss also etwas geschehen. Entweder spar ich mir die Zeit und schreibe nichts mehr - oder ich ändere einfach meine Einstellung. Ich schreibe das hier einfach für mich, als Erinnerung. Dann kann ich ja jetzt immer so anfangen:

Liebes Tagebuch

Die letzten Tage waren toll-toll-toll. Das lag nicht nur am Prachtwetter aber es hat diese Tag noch toll-toll-toller gemacht. Es war nämlich Spielweekend. Vom Donnerstag Nachmittag an bis Sonntag Mittag wurde im Pfadiheim Reiden gespielt. Das Spielweekend haben wir (Barbara, Esther und der lkW) jetzt zum vierten Mal gemacht und ich glaube, es ist auch ein fünftes Mal erwünscht.

Jetzt aber erst mal mein Rückblick auf das Spielweekend 2016. Mein Rückblick, weil ich natürlich nicht so genau weiss, was die anderen so gespielt haben.

Als Eröffnungsspiel darf sich Träxx rühmen. Das hab ich mit Barbara und Jürg gespielt und gleich mal gewonnen. Und wie! Das ist doch mal ein Start nach Mass. So kann es weiter gehen. So ging es dann auch weiter. Denn Kalimambo hab ich danach auch gleich gewonnen. Sohnemann Marco war ja auch dabei und er ist bei Kalimambo ja der Grossmeister im viele Punkte machen. Leider sind es ja bei diesem Spiel immer Minuspunkte. Diesmal hat er es aber nicht geschafft Letzter zu werden sondern hat noch um den Sieg mitgespielt. Ein ganz neues Gefühl. Mitgespielt haben sonst noch Cornelia, Jürg, Esther, Michelle und Brigitte. 

Mein Collega Lukas war mit Tochter und Nichte da und wir haben zusammen Das kleine Gespenst gespielt. Und ich hab schon wieder gewonnen. He! Nein, ich zocke keine kleinen Kinder ab. Ich hab mich wirklich mehrere Runden zurückgehalten und absichtlich falsche Plättchen aufgedeckt. Nachdem die Gedult der Kinder zu Ende ging hab ich dann das Spiel halt beendet.

Danach dann eine Runde Römer-Bingo äh, nein, das heisst ja Augustus mit Cornelia, Barbara, Doris, Jürg und Brigitte gespielt. Und ... nein, nicht gewonnen. Zu sechst finde ich Augustus aber nicht so prickelnd. Weniger ist hier mehr.

Weiter ging es mit Krazy Wordz. Das hab ich im Sauerland schon als Prototyp gespielt und fand es ein super Partyspiel. Es kam am Spielweekend mehrmals auf den Tisch und es war jedesmal eine Gaudi. Ich hab es mit Beat, Michelle und Jael oder Fabienne gespielt (bei Zwillingen ist das immer schwer zu sagen). Und zwar die Familienedition. Es gibt nämlich von dem Spiel auch die "Nicht 100% jugendfreie Version". Die hab ich auch aber wir haben ja mit Kindern gespielt.

Skull King, das Würfelspiel hab ich als nächstes mit Beat, Lukas, Marco und Elisabeth gespielt. Das kannte ich noch nicht. Schlecht ist es nicht aber ich glaub, ich finde das Kartenspiel besser.

Am Abend dann Viticulture mit der Tuscany-Erweiterung. Mit Jürg, Daniela, Beat und Bettina am Wein anbauen/ernten/keltern/verkaufen/undwasweissichnochalles. Lukas war zu Beginn auch noch dabei aber er musste dann aussteigen, weil es zu spät für die Tochter wurde. Er meinte, das war das komplizierteste Spiel, das ich jemals erklärt hätte. Ich finde es eigentlich gar nicht sooo kompliziert aber manche hatten doch Mühe damit. Man könnte das Spiel auch zügig spielen aber bei uns zog es sich... und zog sich. Ohne Erklärung haben wir ca. 3 Stunden gespielt. Ich hab kein Problem mit langen Spielen aber hier wurde ich doch ungeduldig, weil es nicht vorwärts ging. Daniela und Jürg (der gewonnen hat) hat es aber anscheinend gefallen, denn sie wollten es gerne nochmals spielen aber leider sind wir nicht mehr dazu gekommen.

Dieses war der Donnerstag, doch der Freitag folgt sogleich:
Angefangen... Moment, das Erinnerungsfoto ist von 11:20 Uhr. Da hab ich vorher bestimmt schon was gespielt. Nu denn, ohne Foto keine Erinnerung. Also das erste Spiel am Freitag, dass dokumentiert wurde, war wieder ein Krazy Wordz. Elisabeth und ich mit der Jungschar Marco, Michelle, Simon und Raphael.  

Anschliessend Sport. Naja, Sport ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Jedenfalls haben wir Kubb gespielt. Naja, für einen hartgesottenen Brettspieler geht das schon als Sport durch :-)

Weiter ging es mit Lichterfest. Wieder eine Neuheit, die ich noch nicht kannte. Elisabeth, Raphael und Marco/Esther waren angetan. Ich weniger. Bei mir kommt es höchstens auf "nett". Aber höchstens. Das kann man spielen aber kostenbaren Regalplatz geb ich dafür nicht her. 

Noch 'ne Neuheit: Yeti. Mit Esther, Marco, Raphael und Simon gehts auf die Suche nach dem ultimativen Foto oder (noch besser) Video vom Yeti. Ein Würfelspielchen das zwar nette Züge erlaubt aber völlig interaktionsfrei ist. Wenn man nicht dran ist, dann langweilt man sich. Würde ich zwar wieder spielen aber dann höchstens zu dritt.

Zock'n Roll - Neuheit auf Neuheit. Marco, Raphael und Simon gefällt es, die spielen das am Wochenende noch öfters. Ich finde es ziemlich bla...

Danach zwei Runden mit Christoph und Monika Träxx gespielt und beide male so richtig gewonnen. Wer Träxx sagt muss auch Qwinto sagen. Diese beiden Spiele sollte man einfach kennen. 

Nach dem  Abendessen kam noch Arbeitskollege Werner mit seiner Frau Gabi vorbei und auch mein Tisch-gegenüber-Kollege Lukas war wieder da. Erst spielten wir zusammen mit Esther eine Runde Zug um Zug, die Lukas gewann. Mir fehlte am Ende EINE Karte um zwei Aufträge von zusammen 43 Punkten zu erfüllen. Aber mit 43 Minuspunkten spielt man natürlich dann bei der Wertung keine Rolle mehr. Danach spielten wir wieder mal Krazy Wordz aber diesmal die Version für die Grossen. Und auch da wurde es wieder richtig heiter. 

Schon sind wir beim Samstag angelangt.

Das Foto sagt mir, dass wir schon um 8 Uhr draussen im schönsten Sonnenschein Blueprints gespielt haben. Wir, das waren in diesem Fall Priska, Karin und Jürg. 

Leo muss zum Friseur. Ich auch aber dazu gibt es kein Spiel. Von Leo gibts aber eins. Ein Kinderspiel, das sehr ansprechend gemacht ist. Im Endeffekt natürlich nur eine Memory-Variante aber eine verdammt gute und ansprechende - und anspruchsvolle. Das hab ich mit Michelle, Jannik und Justin gespielt und gerade so geschafft.

Dann ein Grossgruppenspiel, kann man fast schon sagen. Zu dreizehnt haben wir Linq gespielt. Es wird nicht leichter, wenn so viele mitspielen! Am Ende haben dann Raphael und Simon, zwei NochnichtmalTeenager, gewonnen. Deutlich.

Die grösseren Spiele kamen eigentlich eindeutig zu kurz an diesem verlängerten Wochenende. Komisch, und das obwohl man da gerade Zeit dafür hätte. Das Dumme war nur, dass ich nicht vorbereitet war. Bei den Spielabenden bin ich das. Da suche ich ja normalerweise vorher ein Spiel aus, von dem ich glaube, dass es dem Gast/den Gästen gefällt und dann lese ich in Ruhe die Regel und kann sie dann ordentlich erklären. Für das Spielweekend hatte ich die Spiele schon einige Tage vorher ausgesucht und auch schon ins Pfadiheim gebracht. Hmm, blöd, jetzt waren die Anleitungen nicht mehr da um sie zu lesen. Und mit dem ganzen Trubel am Wochenende war es dann nicht so leicht sich zu konzentrieren. Egal, ich hatte auch so viel Spass und hab einige neue Sachen kennengelernt.

Ein etwas anspruchsvolleres Spiel war dann Murano. Betonung auf "etwas". Schwer ist das nicht, aber halt auch kein Quicki. Mit Esther, Doris und Barbara sind wir ein bisschen mit den Gondeln in der Adria rumgeschippert.

Danach war von den Kindern Asterix & Obelix - Das grosse Abenteuer gewünscht. Regel gelesen, angefangen zu spielen, nach 3 von 8 Runden einvernehmlich wieder eingepackt. Das macht keinen Spass. Es ist wie bei Yeti. Einer würfelt und macht seinen Zug, die anderen langweilen sich. Yeti gefällt mir aber deutlich besser.

Sport, zum zweiten. Diesmal mit Mölkky. Wieder werfen wir mit einem Holz auf andere Hölzer. Der sportliche Teil besteht darin, dass wir nicht sitzen und uns sogar bücken müssen um die Hölzer wieder aufzustellen. Uff...

Etwas mehr Sport hätte natürlich schon gut getan. Schliesslich wurde vier Tage reichlich gegessen, getrunken und noch mehr genascht. Aber ich hab gelesen, dass am Freitag Anti-Diät-Tag war. Yepp, ich hab teilgenommen.

Danach haben wir unser Können gezeigt bei einem "Spiel" von dem ich den Namen vergessen habe. Eher eine Geschicklichkeitsübung die das "Wir sind ein Team"-Gefühl stärken soll. Aber hey, wir waren guuuuuut.

Danach, anschliessend, dann, weiter... Ich brauch neue Wörter...

Esther und ich machten einen schnellen Wettkampf der Burgbaumeister. Einen sehr schnellen. Esther war mit ihrer Mauer fertig bevor ich auch nur ein brauchbares Teil gefunden hatte. Für eine zweite Runde kam Doris dazu und dann lief es besser für mich. Das Spielchen dauert ja nur ein paar Minuten, dafür taugt es dann gerade so.

Es folgt eine Erinnerungslücke. Später am Abend hab ich dann jedenfalls mit Thomas, Barbara und Daniela ein Herr der Ringe gespielt. Endlich mal wieder, das wollte ich schon lange. Das Spiel ist aber nicht so nach Esthers Geschmack und deshalb... dauerte es halt etwas länger. Die gute Nachricht: Der Ring ist zerstört, wir haben es geschafft. Menschheit gerettet, ihr könnt aufatmen. Allerdings haben wir Sauron auch anfängermässig bei Feld 15 starten lassen. Wir sind halt Warmduscher...

Den Samstagsabschluss (obwohl es da schon Sonntag war) bildete dann Captain Black. Das Kinderspiel mit dem riesigen Schiff und dem sprechenden Figürchen. Barbara wollte es kennen lernen und um die Zeit war es dann mal ruhig genug, damit man auch was hört. Eigentlich ein schönes Spiel, dem aber schnell die Abwechslung fehlt. Geschafft haben wir Grossen das natürlich. 

Am Sonntag war für die Organisatoren dann leider schon nichts mehr mit spielen. Putzen und aufräumen war angesagt. An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an alle, die uns dabei geholfen haben anstatt zu spielen. Mittags war es dann vorbei, das Spielweekend. Einerseits ist es natürlich schade, den Sonntag nicht noch ganz auszunützen aber so hat man doch noch einen gemütlichen Teil vom Tag nachdem alles wieder verräumt ist. Den haben wir dann noch genossen bei einem Jass mit den Schwiegereltern. 

Jetzt kehrt wieder Spiele-"Alltag" ein. Nein, leider nicht mal das. Der nächste Spielabend bei 20ers muss noch zwei, drei Wochen warten. Im Moment ist einfach zu viel anderes los. Dann geht es schon auf Sommer zu aber, liebes Tagebuch, vielleicht verirrt sich dann trotzdem dann und wann ein Gast zu uns.