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Samstag, 23. April 2016

Ein ganz kurzer Post...

Nachdem wir letzte Woche keinen Spielabend hatten gab es natürlich auch keine Zusammenfassung. Am Mittwoch wird es aber wieder ernst - nein, verspielt, und wir würden uns über Mitspieler freuen. Also meldet euch doch an:  

Freitag, 15. April 2016

Spielabend 14. April - Chimera

Wieso 14. April wird sich der (erhoffte und erwünschte) Leser schon beim Lesen der Überschrift gedacht haben. Die Einladung war doch für den 13. April!? Jaaaaa, schon, aber wenn wir am Mittwoch ignoriert werden, dann machen wir halt voll auf flexibel und gehen am Donnerstag zum Spielabend von Barbara nach Roggwil. So macht der Profi das. Gut, diese Variante gibt es nur ein mal im Monat aber da hat es eben gepasst.

Wir mussten eh noch mit Babsilein reden, denn als mit Mitorganisatorin des Spielweekends musste noch einiges geplant werden. Schliesslich ist das ja schon bald. Nochmal zur Erinnerung: vom 5. Mai (Donnerstag, Auffahrt) bis zum Sonntag 8. Mai wird im Pfadiheim Reiden gespielt, gespielt, gespielt. Und wir würden uns über weitere Anmeldungen freuen. Meldet euch einfach, wenn ihr noch mehr wissen wollt.

Als dann besprochen war, was es so zum Essen geben wird usw. war dann wenigstens noch ein bisschen Zeit auch noch was zu spielen. In weiser Voraussicht hat der lkW ein Spiel für drei mitgenommen, denn an den anderen Tischen waren alle schon am spielen. Esther, Barbara und ich, das ruft sozusagen nach einer neuen Partie Chimera. Tichu für drei. Da hab ich vor ein paar Wochen was dazu geschrieben (gugsd du hier), deswegen jetzt nicht nochmal eine Erklärung dazu. Jedenfalls hab ich auch dieses mal wieder gewonnen. Schöööönes Spiel ;-)

Fehlt noch was? Vermisst ihr noch was? Den Link für den nächsten Spielabend? Da müsst ihr noch ein bisschen warten. Wir sind noch beleidigt, weil keiner zu unserem Spielabend kommt und schmollen noch... naja und ausserdem haben wir nächste Woche einfach keine Zeit, leider. Aber in zwei Wochen gibts dann wieder einen Spielabend und das hoffentlich mit Gästen.

Montag, 11. April 2016

Spielabend 6. April - Scotland Rummy, Mystery Yard

Montag. Schon? Dann wird es langsam mal Zeit für den wöchentlichen Bericht von der Spielefront. Eigentlich könnte ich es ja auch sein lassen aber ich muss ja eh noch Einladungen rausschicken und dann kann ich auch noch ein paar Zeilen dazu schreiben.

Letzte Woche haben wir euch ja die grosse Auswahl gelassen. Dienstag ODER Mittwoch ODER Donnerstag. Anscheinend ist das Volk für so viel Entscheidungsfreiheit noch nicht bereit. Wie könnte man es sonst erklären, dass sich niemand angemeldet hat? Eben. Und deshalb gibt es für diese Woche wie früher wieder EINEN Termin. Da müsst ihr nicht mehr überlegen, da müsst ihr einfach nur zusagen. Wir probieren mal wieder den Mittwoch aus. Also los, anmelden!


Der letzte Spielabend fand also mit ohne Gästen statt. Dank Ferien mussten dafür halt die Kinder als Mitspieler herhalten. Michelle wollte nicht aber unter Androhung von Prügelstrafe hat sie dann doch mit uns gespielt. Halt! Stop! Das war ein Witz, nicht die KESB schicken.

Wenn die Kinder schon mitspielen, dann dürfen sie auch das Spiel auswählen. In dem Fall war es dann Scotland Yard und Michelle durfte Mister X spielen. Wir hatten sie sehr schnell in einer Ecke des Spielplans festgenagelt und haben sie doch nie erwischt. Sie hat es recht geschickt gemacht und am Ende gingen uns die Taxi-Tickets aus und wir mussten kapitulieren.

Danach halfen alle pädagogischen Mittel nicht, Michelle wollte nicht mehr spielen. Deshalb haben Esther, Marco und ich wieder ein Mystery Rummy - Teil 4 Al Capone gespielt. Das kommt momentan ganz gut an, auch bei allen, mit denen wir es bisher gespielt haben. Es lief gut für mich und ich gewann mit einem riesigen Vorsprung.

Ja und das war es auch schon. Ich könnte noch erwähnen, dass es wieder zwei neue Spiele im Regal hat. Zum einen Schatzjäger von Queen-Games, das haben sie zum absoluten Schleuderpreis verramscht, da musste ich zuschlagen. Das andere ist Krazy Wordz von Ravensburger. Ich freu mich schon, das am Spieleweekend zu spielen. Es wird garantiert lustig. Also auch dafür anmelden - aber dafür schreib ich dann nochmals was eigenes.


 

Freitag, 1. April 2016

Ostern 2016 - Viel Freund, viel Spiel

Liebe Fans von Spielen bei 20ers
(davon gibts wahrscheinlich soviele wie Blätter an einem Laubbaum - im Winter).

Lange nix mehr von uns gehört bzw. gelesen, gell?! Naja, den Spielabend vor Ostern haben wir ja ausfallen lassen, weil geplant war über Ostern reichlich zu spielen und den Spielabend nach Ostern haben wir ausfallen lassen, weil wir an Ostern reichlich gespielt haben. Nun kann man natürlich NIE genug oder gar zuviel spielen aber ich hatte diese Woche Urlaub und wir haben begonnen den Garten umzugestalten. Das bedeutet ich musste RICHTIG arbeiten. Als Computerfritze und Bürogummi war ich dann abends natürlich auf dem Zahnfleisch und hatte Arme bis zum Boden. Da kann man dann schon mal in der warmen Badewanne schlafen anstatt zu spielen.

Nächste Woche schaut das ganze dann wieder ganz anders aus. Da bin ich wieder in der Arbeit und somit abends fit, ausgeschlafen und erholt ;-)
Da nächste Woche Frau und Kinder noch Ferien haben und der Kalender - oh Wunder - keine Termine anzeigt bieten wir euch drei Abende an: wir könnten Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag spielen. Wer sich zuerst anmeldet entscheidet damit, wann der Spielabend stattfindet. Also los, anmelden:

Jetzt erzähl ich noch ein bisschen was über unser Ostertreffen. Seit vielen, vielen Jahren schon treffen wir uns. Wir, das sind lauter liebe Leute, die sich aus dem Spielurlaub im Sauerland kennen (oder auch schon vorher). Da die Zeit von November bis November eindeutig zu lang ist wurde eben irgendwann ein Zwischentermin eingeschoben. Nun treffen wir uns abwechselnd an verschiedenen Ecken von Deutschland und dieses Jahr eben mal wieder bei uns in der Schweiz. Insgesamt waren wir zwanzig Nasen, Kinder mit eingerechnet.

Für die Gastgeber gibt es natürlich immer viel Arbeit aber dank der guten Vorbereitung und Organisation von Esther blieb trotzdem noch reichlich Zeit zum Spielen. Eine Sightseeing-Tour nach Luzern musste als Pflicht-Kulturprogramm reichen, sowas geht ja schliesslich von der Netto-Spielzeit ab.

Was wurde denn so gespielt? Uuuuh, reichlich, und ich war natürlich nicht überall dabei. Mal schnell ein Brainstorming machen, was mir so einfällt... King of Tokyo, 7 Wonders Duel, Burgen von Burgund Kartenspiel, Oh my goods, Agricola, RoboRally, long-short, Die holde Isolde, Love letter, Qwinto, Skull King, Auf Teufel komm raus, Time's up family, Stone Age, Sankt Petersburg, Iki, Blueprints, Träxx, Express, Port Royal, Mystery Rummy Teil 1 und 2 und 4, Machi Koro, Gum Gum Machine, ... mehr fällt mir im Moment grad nicht ein. Ausser natürlich...

Zwei Spiele gab es noch als Geschenke für die Gastgeber. Das eine ist Viticulture. Da geht es um Weinanbau. Eigentlich ist es einfach nur das x-te Workerplacementspiel und was wirklich inovatives enthält das Spiel auch nicht. Und doch hat es mir sehr, sehr gut gefallen. Ich meine, es ist wie bei Russian Railroads. Bekannte Mechanismen, perfekt umgesetzt. Bei Viticulture kann einem das Glück bzw. Pech allerdings schon noch ordentlich in die Suppe spucken. Da hab ich mich z.B. gefreut, dass ich gleich zu Beginn edelste rote Trauben anpflanzen konnte. Und? Natürlich krieg ich nur Aufträge für Weisswein. Trotzdem, das Spiel gefällt mir.

Das andere Spiel heisst Quadropolis. Auch wenn ich nicht ständig Onlineforen durchpflüge krieg ich eigentlich schon immer mit, was es so neues an Spielen gibt. Aber von Quadropolis hatte ich noch rein überhaupt nichts gehört.Umso grösser dann natürlich die Spannung auf das erste Spiel. Es geht dabei darum, verschiedene Stadtplättchen so auf seinem Spielplan abzulegen, dass es möglichst viele Punkte gibt. Parks geben viele Punkte, wenn viele Wohnquartiere drum herum sind. Häfen sollten nebeneinander liegen, Geschäfte brauchen Kundschaft usw. Der Mechanismus für den Erwerb und die Platzierung der Plättchen ist total einfach und doch raffiniert. Mir hat das Spiel sehr gut gefallen. Es taugt vielleicht nicht für eine Partie nach der anderen aber als schnelles Familienspiel wird es wohl immer wieder mal auf den Tisch kommen. Es hat noch Expertenregeln aber zu denen bin ich noch nicht gekommen. Ist auch so schon gut.

So, das reicht jetzt erst mal wieder. Nicht vergessen, schnell anmelden! Damit ich auch nächste Woche wieder was zu schreiben und ihr (wer?) was zu lesen habt.

Mittwoch, 16. März 2016

Spielabend 15. März - Die leidente Tochter in den Palästen von Carrara

Diesmal wird es ein ganz kurzer Beitrag. Wirklich!
Doch-doch, der Spielabend hat schon stattgefunden. Zwar ohne Gäste aber das hat uns ja noch nie davon abgehalten zu zweit zu spielen.
Gestern wäre ich aber sofort bereit gewesen auf den Spielabend zu verzichten. Der lkW war nämlich müüüüüüde. Die Nacht vorher hab ich versucht auf dem Sofa zu schlafen. Betonung auf "versucht". Ho-hooo, denken jetzt viele. Was hat er denn angestellt, dass er des Bettes verwiesen wurde? Natürlich nix, ich bin ja der lkW. Aber Töchterlein hat eine heftige Grippe und sie weiss wie man richtig leidet. Grosszügig wie ich nunmal bin hab ich meinen Platz an Esthers im Bett zur Verfügung gestellt. Obwohl Esther sich aufgeopfert hat und die Kindesversorgung in der Nacht übernommen hat konnte ich nicht schlafen. Wahrscheinlich aus Solitarität hab ich kein Auge zugekriegt.

Entsprechend waren Esther und ich gestern Abend auf dem Zahnfleisch. Überraschenderweise wollte Esther trotzdem spielen. Nun gut, dann halt doch. Ein schnelles Die Paläste von Carrara geht immer. Gestern ging aber nix mit schnell. Kaum ein Zug, der nicht unterbrochen war von Patientenbetreuung. Entspanntes Spielen ... ist anders. Am Ende hat Esther gewonnen und das hat sie sich verdient. Und obwohl es noch gar nicht so spät war haben wir darauf verzichtet mit einem anderen Spiel noch anzufangen. Dafür dann schlaaaaafen gehen tsssssss....

Und schon bin ich fertig! Ach ja, halt, stopp. Für nächste Woche setze ich jetzt mal keinen Spielabend an. Da sind wir gut beschäftigt und ab Donnerstag haben wir dann schon jede Menge Gäste über die Ostertage. Da können wir dann ganz viel spielen. Schööööööön. Vor dem nächsten Spielabend gehen natürlich wieder Einladungen raus.

Insofern wünscht euch "Spielen bei 20ers" schon mal ganz schöne Ostern!

Donnerstag, 10. März 2016

Spielabend 8. März - Chimera und Pandemic Legacy

Schon wieder Dienstag. Da hab ich sogar dran gedacht, in der Blogbeschreibung die Tatsache zu aktualisieren, dass wir jetzt immer mittwochs spielen... und dann ist es doch immer Dienstag. Und ich kann es grad ankündigen: nächste Woche spielen wir auch wieder am Dienstag weil Esther am Mittwoch keine Zeit hat. Mittwoch und Spielen - das scheint nicht zusammen zu passen.


Nun gut, Hauptsache ist ja immer noch, DASS gespielt wird. Angemeldet hatte sich "nur" Barbara und diesmal hab ich sogar ein kleines bisschen gehofft, dass sich niemand mehr sonst anmeldet. Psst, Geheimnis, das würde ich natürlich nie offen sagen ;-)

Wieso das? Drei ist ja eigentlich eine eher blöde Anzahl bei Spielen. Yepp, aber ich wollte endlich mal Chimera spielen. Chimera, von Abacus-Spiele, ist sozusagen Tichu für drei - und zwar nur und ausschliesslich für drei. Dass es gut ist, das wusste ich bereits seit dem Sauerland. Jetzt wollte ich es endlich mal wieder spielen. Esther war auch gespannt darauf. Sie mag ja Tichu "eigentlich" aber sie sagt, ihre Nerven halten das nicht aus. 

Bei Chimera gibt es sehr viele Ähnlichkeiten zu Tichu. Wer Tichu nicht kennt... der sollte sich zuerst mal schämen. Tichu ist das beste Kartenspiel überhaupt. Basta! Keine Diskussion (jedenfalls nicht mit mir). Bei Tichu spielen zwei Teams a' zwei Spielern gegeneinander und wollen über Stiche Punkte machen. Dazu kann man eine Vielzahl an verschiedenen Kartenkombinationen ausspielen, die nur jeweils durch gleiche Kombinationen (aber in höher) gestochen werden können. Vorteilhaft ist es, wenn man als Erster alle Karten ausgespielt hat, besonders wenn man dies zu Beginn der Runde angekündigt hat. Ganz blöd ist es, wenn man als Letzter noch Karten hat, denn dann gibt man alles an Karten (Handkarten und Stiche) ab.

Chimera ist wie gesagt ähnlich. Es gibt einige andere Kartenkombinationen und es gibt nur zwei statt vier Sonderkarten. Gespielt wird nun aber zwei (Jäger) gegen einen (Chimera). Und hier geht es vor allem darum als erster alle Karten loszuwerden. Punktekarten dabei noch im Stich zu haben ist dann noch der Zuckerguss. Wer allein spielt ist nicht vorgegeben sondern darauf bietet man. Das höchste Gebot gewinnt, wobei es nur die Gebote 20, 30 und maximal 40 gibt. Gewinnt die Chimäre, also der Einzelspieler gibt es das doppelte Gebot an Punkten plus eventuell einige Boni. Wird jedoch ein Jäger als erstes fertig gibt es den Bonus als Minus. Die Jäger können nie Punkte verlieren dafür gibt es bei einem Sieg auch nur 20 Punkte. Die Jäger spielen gemeinsam gegen die Chimäre aber die Punkte in den Stichen gehören einem immer selber und so kommt es schon mal vor, dass man den Partner übersticht wenn es um einen wertvollen Stich geht. Bei Tichu würde einem da die Freundschaft gekündigt :-)

Es gab ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen mir und Barbara. Esther hatte sich zu Beginn des Spiels ein paar mal erfolglos als Chimere versucht und war ordentlich in die Miesen gerutscht. Am Ende hatte ich die Nase vorn. Gefallen hat es allen. Wer Tichu mag, der mag auch Chimera. Eine klare Empfehlung von meiner Seite. Leider hört man kaum etwas von diesem tollen Spiel. 

Und jetzt möchte ich noch vom Mittwochabend berichten. Hmm? Ja, da war kein Spielabend - für euch. Für mich schon. Der lkW wollte Pandemic Legacy endlich zu einem Ende bringen. Ich hatte ja schon mehrfach davon geschrieben. Nun stand nur noch der zweite Versuch für den Dezember an. Das war also das definitiv letzte Mal, egal ob ich gewinne oder verliere, das Spiel ist fertig. Für immer.

Der erste Dezember-Versuch ging ja gründlich schief. Ich will ja nicht die Schuld bei jemand anderes suchen (vor allem, weil ich ja allein gespielt habe) aber... die Karten waren Schuld. Die hatten es wirklich nicht gut mit mir gemeint und somit ging das in die Hosen. Nun gut, vielleicht hatten die Karten ein schlechtes Gewissen bekommen und meinten, dass sie etwas gut zu machen hatten. Jedenfalls kamen die Karten genau so, wie ich sie brauchte. Trotz alledem wurde es wieder verdammt knapp. Aber ... ich hab es geschafft. YEAH!!! Olè-olè-olè SuperWalter Olè.

Ich war ja wahnsinnig gespannt, was das Spiel für Lobeshymnen für mich parat hatte und war dann schon etwas enttäuscht. Ich möchte hier nichts spoilern aber ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass es am Ende eine Bewertung der eigenen Leistung gibt. Dabei habe ich 461 von 1000 möglichen Punkten erreicht was nicht für Lobeshymnen gereicht hat. Bööööööö, nix SuperWalter :-(

Das Spiel ist nun sozusagen nur noch ein Erinnerungsstück im Regal. Insgesamt habe ich es 17x gespielt. Das bedeutet ich habe 7 Monate auf Anhieb geschafft und bei 5 Monaten brauchte ich einen zweiten Versuch. Zwei Monate hab ich auch beim zweiten Mal nicht geschafft. Die bösen M-Monate März und Mai. 17x war es spannend. Jetzt bleibt mir nur auf Season Two, die Fortsetzung, zu warten. Die wird aber wohl erst in frühestens einem Jahr erscheinen :'-( Naja, ich werde mich bis dahin halt mit einigen Bonus-Szenarien in Andor rumtreiben, die Solo-Varianten von Orleàns versuchen, da wäre noch Maus & Mystik im Regal, und und und

Keine Angst, mir wird nicht langweilig.

Ach ja, das Bild von Pandemic ist nicht von mir - wie auch die anderen Bilder wie meistens nicht. Ich vergesse erstens jedes Mal zu fotografieren und zweitens sind die Bilder im Netz eh viel besser. Bitte nicht verklagen!

Donnerstag, 3. März 2016

Spielabend 1. März – Die sieben fiesen Erben von Hoax

Tja, da sieht man es mal wieder. Da meint Mann es gut und will seine arme Frau entlasten und was passiert? Man (nicht Mann) lässt ihn nicht. Weil doch Dienstag der stressigste Tag für Esther ist wollten wir den Spielabend auf Mittwoch verlegen. Kommt doch da nicht eine Anmeldung von Barbara für den Dienstag rein noch bevor ich die Einladung für den Mittwoch verschickt habe. Was nun sprach Zeus bzw. ich. Mann muss Prioritäten setzen und deshalb wurde halt doch wieder am Dienstag gespielt. Kein Problem, sind ja eh Ferien (hier in Reiden). Ausnahmen bestätigen die Regel. Naja, jedenfalls hat Barbara sich grad wieder für den nächsten Dienstag angemeldet… Also mein Wille war da, Esther zu entlasten – aber hier die Einladung für nächsten Dienstag:

Zur Anmeldung von Barbara gesellten sich noch Daniela und Elisabeth. Das ergab also einen flotten Sechser. Ich hab ein kleines Spiel aus dem Regal geholt und eine ganz dicke Staubschicht runtergeblasen. Die Erben von Hoax. Gespielt zuletzt vermutlich im Jahre 2000. Das ist auch schon wieder ein paar Tage her. Esther und ich waren noch nicht allzu lange zusammen als wir das im Kreise einiger Freaks gespielt haben. Vor einiger Zeit meinte sie zu mir, dass es sie interessieren würde, ob sie heute, mit viel mehr Spielerfahrung, mit dem Spiel besser zurecht käme. Na, das kann man ja gerne mal ausprobieren.

Die Erben von Hoax ist ein Bluff-Spiel. Jeder Spieler erhält zu Beginn jeder Runde verdeckt eine Rolle zugeteilt. Es gibt sieben verschiedene Rollen (Baron, Richter, Mönch, Händler, Dieb, Magier, Bauer), jede Rolle gibt es 2x. Jede Rolle hat so ihre eigenen Fähigkeiten. Der Bauer kann sich z.B. einfach zwei Korn-Chips nehmen, der Baron zwei Geld oder er erhebt Steuern usw. Da ja keiner weiss, welche Rolle ich wirklich habe kann ich natürlich nach Herzenslust lügen. Wenn ich dran bin sag ich „Ich bin der Mönch und sammle die Kollekte ein“. Bin ich wieder dran behaupte ich „Ich bin der Dieb und klaue dir zwei Wein“. Mein Ziel ist es Sets aus den drei Chipsarten (Korn, Geld, Wein) zusammen zu kriegen. Damit darf ich dann einen anderen Spieler befragen und er muss mir vertraulich eine Rolle zeigen, die er/sie NICHT ist. Schon wird der Handlungsspielraum kleiner. Denn immer wenn ein Spieler behauptet „Ich bin…“ darf man das anzweifeln. Zweifeln mindestens die Hälfte der Spieler muss der Angezweifelte zeigen, was Sache ist. Hat z.B. Daniela behauptet „Ich bin der Dieb und…“ und wir anderen sagen „Du bist nicht der Dieb“ und Danielas echte Rolle (auf der Karte) ist wirklich nicht der Dieb, dann muss Daniela den Dieb abdecken und darf fortan nicht mehr die Rolle des Diebes wählen. Blöd ist es (für uns) wenn sie tatsächlich der Dieb ist. Dann deckt sie ihre Rollenkarte auf, sagt „Ätschibätsch“ und freut sich über drei Punkte. Das ist viel. Ich darf auch jederzeit einen Mitspieler anklagen „Du bist der Händler!“. Lieg ich richtig fliegt der Angeklagte raus, ich bekomme einen Punkt und alle seine Chips. War die Anklage falsch fliege ich raus. Das geht so lange, bis nur noch zwei Spieler übrig sind, die das Finale bestreiten. Der Sieger bekommt drei oder vier Punkte. Hat einer insgesamt 10 Punkte erreicht hat er (in dem Fall ich) gewonnen ansonsten gibt es eine neue Runde.

Die erste Runde lief seeeehr zäh. Bis man sich erst mal der verschiedenen Möglichkeiten der ganzen Rollen verinnerlicht hat dauert es eine Zeit lang. Es war schon die Überlegung, gar nicht mehr weiter zu spielen. Haben wir aber doch und dann ging es immer besser und flotter voran. Mir persönlich gefällt das Spiel sehr gut – ab der zweiten Runde. Hier kann man so herrlich nach Lust und Laune lügen und bluffen, man muss es sogar, sonst kommt man zu gar nichts. Auch die Meinung der anderen war zuletzt positiv, wenn auch Esther gemeint hat, dass es nicht ihr Lieblingsspiel wird.

Nachdem dann noch eine Weile über dies und das gequatscht wurde war dann nur noch Zeit für einen kleinen Absacker. Elisabeth hatte Die fiesen 7 dabei. Das hatten wir im Sauerland schon mal gespielt. Ein herrliches Spiel. Die Aufgabe ist soo einfach. So idiotisch einfach. Die Karten werden gleichmässig an die Spieler verteilt. Der Reihe nach deckt man eine Karte von seinem Stapel auf. Darauf hat es ein oder zwei Gangster. Dazu wird dann die Anzahl der aufgedeckten Gangster gesagt. Von 1 bis 7 und dann wieder zurück. Decke ich also die erste Karte auf, die einen Gangster zeigt, sage ich EINS. Nächste Karte ZWEI. Nächste Karte mit zwei Gangstern DREI VIER. Da fängt es dann aber auch schon an. Wenn ich zwei Gangster aufdecke wird der nächste Spieler übersprungen. Und wehe er zuckt und will doch was machen. Fehler! ÄÄÄÄÄ! Zonk! Alle Karten nehmen, neu anfangen. Dann gibt es noch Karten mit Gangstern am Handy. Da darf man dann die Zahl nicht sagen sondern nur Geräusche machen oder flüstern. Gangster mit einer auf sie gerichteten Pistole sagen gar nix. Handy- und Pistolengangster gibt es dann auch jeweils noch im Doppelpack. Aber das ganze kann ja wohl trotzdem nicht schwierig sein. Bis SIEBEN zu zählen und zurück ist ja wohl Kindergartenniveau – dachte ich. Hey, es ist unglaublich. Da kommst du dir vor wie der grösste Depp. So wenig Regeln, einfach ein bisschen zählen… und trotzdem geht es kaum je mal zwei Runden rum bevor einer einen Fehler macht. Wer seine letzte Karte ablegt hat gewonnen. Und ich weiss nicht mehr, wer es war. Ich jedenfalls nicht. Ich bin unbegabt bei diesem Spiel aber genau das macht es sehr, sehr lustig. Ein idealer Absacker.